Darum lecken Hunde ihre Wunden

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Sich die «Wunden lecken»: Wir Menschen nutzen die Worte als Metapher, doch unsere Hunde lecken sich tatsächlich, wenn sie verletzt sind. Das steckt dahinter.

    Hund
    Hunden lecken ihre Wunden häufig instinktiv. - Depositphotos

    Ihr Hund hat sich verletzt und instinktiv fängt er an, seine Wunde zu lecken. Warum tut Ihr Liebling das und ist es eigentlich sicher?

    Ein Instinkt bei Hunden

    Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass dieses Verhalten nicht nur bei unseren pelzigen Freunden vorkommt. Tatsächlich zeigen viele Tiere eine ähnliche Reaktion, wenn sie bluten oder Schmerzen haben.

    Hund
    Hundespeichel wird eine leicht antibakterielle Wirkung nachgesagt. - Depositphotos

    Die Tiere versuchen auf diese Weise, sich selbst zu heilen. Denn sie haben kein Antiseptikum zur Hand, wie wir Menschen es haben.

    Auch bei Hunden handelt es sich deshalb um einen biologischen Instinkt.

    Die Heilkraft der Zunge: Was die Forschung sagt

    Aber wie genau hilft das Lecken einer Wunde beim Heilungsprozess? Studien haben gezeigt, dass Speichel bestimmte Proteine enthält, die zur Beschleunigung des Heilungsprozesses beitragen können.

    Zusätzlich kann das Lecken dazu führen, dass sich die Blutgefässe um die Wunde herum zusammenziehen. Das reduziert den Blutfluss und unterstützt ebenso die Wundheilung.

    Trotz der potenziellen Vorteile birgt das Lecken aber auch Risiken. Es kann dazu führen, dass Bakterien in die offene Wunde gelangen und Infektionen verursachen.

    So schützen Sie Ihren vierbeinigen Freund

    Wenn Ihr Hund eine ernsthafte Verletzung hat oder seine Wunde ständig leckt, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Es könnte notwendig sein, einen Kragen anzulegen oder andere Massnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass sich die Verletzung nicht verschlimmert.

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    Bei tieferen Verletzungen sollten Hundehalter ihren Vierbeiner unbedingt zum Tierarzt bringen. - Depositphotos

    Zudem sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Hund nicht die Wunden anderer Vierbeiner leckt, denn auch hier besteht ein Infektionsrisiko. Grundsätzlich wird angenommen, dass die Tiere dies ebenfalls instinktiv tun, um ihren Artgenossen zu helfen.

    Wichtig ist auch, dass Ihre Fellnase keine menschlichen Wunden leckt. Forscher warnen vor dem erhöhten Risiko von Zoonosen. Hierbei handelt es sich um Infektionskrankheiten, die von Tieren auf Menschen und umgekehrt übertragen werden.

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