So erkennen Sie, wenn der Hund an Demenz leidet

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Wirkt der Hund plötzlich verwirrt, orientierungslos und unruhig, könnte eine Hundedemenz die Ursache sein. Vor allem ältere Vierbeiner sind betroffen.

    Hund lehnt sich an Kissen
    Vor allem im Alter erkranken Vierbeiner an Hundedemenz. - Depositphotos

    Genau wie es bei Menschen der Fall ist, erkranken auch Hunde oft im Alter. Eine der möglichen Erkrankungen ist das «Cognitive Dysfunktion Syndrom» (CDS), besser bekannt als Hundedemenz.

    Symptome der Demenz bei Hunden

    Eines der ersten Anzeichen für eine mögliche Demenz bei Ihrem Vierbeiner könnte eine zunehmende Desorientierung sein. Ihr sonst so lebhafter Freund scheint plötzlich in vertrauten Umgebungen verwirrt zu sein oder steckt beispielsweise häufiger hinter Möbelstücken fest.

    Hund liegt auf dem Bett
    Verwirrtheit und veränderte Schlafgewohnheiten deuten manchmal auf eine Hundedemenz hin. - Depositphotos

    Auch veränderte Schlafgewohnheiten geben einen Hinweis, denn ein älterer Hund schläft normalerweise bis zu 20 Stunden am Tag. Wenn Ihr Liebling in der Nacht unruhig ist und tagsüber lethargisch wirkt, sollten Sie deshalb hellhörig werden.

    Auch ein verändertes Fressverhalten kann auf eine Erkrankung hinweisen. Wenn Ihr futterbegeisterter Vierbeiner plötzlich weniger frisst oder vergisst, wo er trinkt, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

    Unfälle im Haus und verändertes Sozialverhalten

    Auch das Sozialverhalten verändert sich oft durch eine Demenz. Angst und Aggressivität bei Hunden gehören zu den typischen Verhaltensauffälligkeiten.

    Wenn Ihr Hund eigentlich stubenrein ist, wird dieser sein Geschäft möglicherweise wieder zu Hause verrichten.

    Zudem passieren vielleicht häufiger Unfälle in den eigenen vier Wänden. Denn demente Hunde verlieren langsam die Orientierung und erinnern sich oft nicht mehr an alltägliche Routinen.

    Ursachen und Behandlung von Hundedemenz

    Die genauen Ursachen für die Entwicklung einer Demenz bei Hunden sind noch nicht vollständig erforscht. Es wird jedoch angenommen, dass sowohl genetische Faktoren als auch neurologische Veränderungen und Alterungsprozesse eine Rolle spielen.

    Hund auf dem Boden
    Warum Hunde an Demenz erkranken, konnte noch nicht abschliessend erforscht werden. - Depositphotos

    Eine Heilung gibt es bislang leider nicht. Doch eine frühzeitige Diagnose und gezielte Massnahmen tragen dazu bei, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

    Eine geistig anregende und bereichernde Umgebung ist dabei entscheidend für Hunde mit kognitiver Dysfunktion. Dazu gehören Rätselspielzeuge, interaktive Spiele, Tricktraining und regelmässiger sozialer Umgang mit Menschen oder anderen Hunden.

    Körperliche Übungen für ältere Hunde

    Auch im Alter sollten Hunde in Bewegung bleiben. Das hilft nicht nur dabei, die Muskel- und Gelenkgesundheit zu erhalten, sondern trägt auch wesentlich zur Aufrechterhaltung der kognitiven Funktion bei.

    Ältere Hunde sollten mindestens 30 Minuten pro Tag trainieren, doch dies muss nicht am Stück geschehen. Idealerweise verteilen Sie die Trainingsminuten über den ganzen Tag.

    Frau läuft mit Hund
    Regelmässige Bewegung sowie Trainingseinheiten fördern die Gesundheit des Hundes. - Depositphotos

    Wenn Ihr Hund keine Motivation zeigt, helfen auch gemächliche Spaziergänge an der frischen Luft. Diese fördern die Lust auf Bewegung.

    Gutes Futter, Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente

    Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren und andere kognitionsfördernde Nährstoffe helfen, oxidativen Stress zu bekämpfen und die Hirngesundheit von Hunden zu unterstützen. Bieten Sie Ihrem Vierbeiner hochwertiges Futter und bei Bedarf Nahrungsergänzungsmittel an.

    Zudem lindern verschiedene Medikamente spezifische Symptome der Hundedemenz, zu denen beispielsweise Ängste und Schlafprobleme gehören. Besprechen Sie die Gabe solcher Medikamente mit dem Tierarzt.

    Helfen Sie Ihrem Hund beim Entspannen, schaffen Sie Stressfaktoren aus dem Weg und behalten Sie Routinen bei. Diese Faktoren tragen zur Lebensqualität Ihres Tieres bei.

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